Griechenland und seine Weingebiete

Die Vielfalt der Rebsorten und Weine war so gross, dass der römische Dichter Vergil (70-17 v. Chr.) dazu bemerkte: "Es wäre leichter, in Griechenland die Sandkörner zu zählen als die verschiedenen Rebsorten."

Griechisches Weinbau-Know-how wurde später von den Römern übernommen.

In Griechenland gibt es mehr als 300 verschiedene, autochthone Rebsorten,. Es werden aber zunehmend ausländische angebaut. Etwa die Hälfte der Rebflächen wird für die Erzeugung von Tafeltrauben und Rosinen (Korinthen und Sultaninen) genutzt. Nur weniger als 10% entfallen auf die Herstellung von Qualitätswein (OPAP und OPE). Auch heute noch zeichnet sich der griechische Weinbau durch lebendige und originelle Geschmacks-Richtungen aus. Rund 60% der erzeugten Weine sind alkoholstarke Weißweine, über 90% davon werden trocken hergestellt.

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Der griechische Wein

Die Vielfalt der Rebsorten und Weine war so gross, dass der römische Dichter Vergil (70-17 v. Chr.) dazu bemerkte: "Es wäre leichter, in Griechenland die Sandkörner zu zählen als die verschiedenen Rebsorten."

Griechisches Weinbau-Know-how wurde später von den Römern übernommen.

Seit dem Beitritt zur Europäischen Union im Jahre 1981 vollzieht sich ein grosser Umbruch im griechischen Weinbau. Im Jahre 2000 wurden von 131.000 ha Rebfläche und 3,6 Millionen Hektoliter Wein produziert. Im Jahr 2003 wurde die Rebfläche leicht auf ca. 123.000 ha reduziert. Die Weinproduktion stieg auf ca. 3,87 Mio Hektoliter. Es scheint, dass die Tafeltrauben- und Rosinenproduktion zu Gunsten des griechischen Weins leicht zurück genommen wurden. Der inländische Weinkonsum betrug im gleichen Jahr ca. 2,5 Mio Hektoliter.

In Griechenland gibt es mehr als 300 verschiedene, autochthone Rebsorten,. Es werden aber zunehmend ausländische angebaut. Etwa die Hälfte der Rebflächen wird für die Erzeugung von Tafeltrauben und Rosinen (Korinthen und Sultaninen) genutzt. Nur weniger als 10% entfallen auf die Herstellung von Qualitätswein (OPAP und OPE). Auch heute noch zeichnet sich der griechische Weinbau durch lebendige und originelle Geschmacks-Richtungen aus. Rund 60% der erzeugten Weine sind alkoholstarke Weißweine, über 90% davon werden trocken hergestellt. 

Die häufigsten weissen Rebsorten sind Savatiano, Roditis, Moscato (verschiedene Arten), Debina, Robola, Assyrtiko und Athiri, die häufigsten roten Sorten sind Xynomavro, Agiorgitiko, Limnio, Mavrodaphne und Negoska

Die Vorliebe für geharzten Wein, allen voran der Retsina mit rund 10% der gesamten Weinproduktion, ist jedem Griechenland-Besucher bekannt. Seinen Namen und den charakteristischen Geschmack hat er durch die Zugabe von frischem Pinien-Harz. Der intensive Duft stammt vom Harz der Aleppo-Kiefer. Mit diesem Harz wurden in der Antike die Amphoren abgedichtet. Die ersten Weinfässer wurden aus Pinienholz gefertigt. Auch dadurch wurde viel Harz vom Wein aufgenommen. Die Griechen fanden Gefallen an dem Geschmack, und so kam man auf die Idee, das Harz direkt dem Wein beizumischen. Heute wird dem Retsina während der Gärung etwa fünf Prozent Kiefernharz zugegeben, um das unvergleichbare geschmackliche Erlebnis zu erzielen.

Harz wurde bereits im antiken Griechenland als Heilmittel (antibakteriell und antiseptisch) verwendet und macht den Wein haltbar. Retsina gilt bei den Griechen eigentlich nicht als Wein, hat aber den Vorteil, dass er auch (eis)gekühlt in den äusserst heissen Sommertagen getrunken werden kann.

Auf fast allen ägäischen Inseln werden süsse, teilweise gespritete Dessertweine produziert, der bekannteste ist wohl der Samos. Ebenso bekannt ist der Schnaps Ouzo. Heute wird zu seiner Herstellung als Grundstoff Brennwein verwendet. Dieser wird mit aromatischen Ölen aus Anis oder Mastixharz sowie Zimt, Ingwer, Fenchel und anderen aromatischen Stoffen vermischt und anschliessend dreimal destilliert. Nach der Reifung wird das hochprozentige Produkt vor der Abfüllung in Flaschen mit Wasser vermengt, um es auf einen Alkohol-Gehalt von 46% vol zu bringen.

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